Linker Flügel des Triptychon

Peleponissos Tryptichos
Ausstellung im Art Park, Archipolis, Rhodos, Griechenland, 2008.

Europa brennt. Der Peloponnes steht in Flammen. Historische Stätten sind bedroht, eine Kulturlandschaft wird ein Raub der Flammen, ganze Dorfgemeinschaften verlieren ihre Existenzgrundlage, Menschen sterben!
Die Medien finden schnell zu Schuldzuweisungen an die üblichen Verdächtigen. Eine andere Stimme ist spät in der Nacht auf einem Nachrichtensender zu hören. Sie spricht von spürbaren Klimaveränderungen. Von einer selbst für griechische Verhältnisse extremen Hitzewelle, die den Bränden voraus ging.
Europa brennt. Keine Spendengala zur Hauptsendezeit, keine angemessene Solidarisierung mit den Helfern und Opfern. Die Aufmerksamkeitsökonomie der Mediengesellschaft hat längst andere Themen auf die Titelseiten der Tageszeitungen gezwungen.
Eine Zufallsfotografie birgt eine Überraschung. Bei der Entwicklung sehe ich die Hitze des Sommers in den abgebildeten Objekten. Das über Monate einstrahlende Licht hat sich in die Strukturen geprägt. In meiner Vorstellung entsteht die Idee einer Installation.
Ein Triptychon, ein Ort des stillen Gedenkens an den Brand und seine Opfer.
/bd/